Sonntag, 3. Februar 2013

Wortwunder

Heute haben wir uns mal ein paar Stunden in einer Therme gegönnt. Thermalwasser, Sole und Sauna tun ja einfach gut - gerade jetzt, wo sich Winter und Frühling ziemlich heftige Vorherrschaftsgeplänkel liefern.
Ich war recht bald tiefenentspannt. Wunderbar!

Eines hat mich dann doch eine Weile beschäftigt, mich nicht ganz zur Ruhe kommen lassen. Ich habe nämlich manchmal so meine Probleme mit  so mancher Wortneuschöpfungen.

Diesmal geht es um das besagt Thermalbad. Es hat eine neue Auszeichnung bekommen. Es ist seit neulich ein "Frauenfreundliches Bad". Ich kannte ja kinderfreundlich, weil Deutschland das nicht immer ist. Oder familienfreundlich! Klar! Aber was ist frauenfreundlich?
Ich hab mal im www. versucht etwas über "frauenfreundlich" heraus zu finden. Ist nicht wirklich lustig. Wenn Hotels frauenfreundlich sein wollen, dann sollen sie u. A. eine ausziehbare Wäscheleine im Bad haben.
Ich hab auch eine Wäscheleine, allerdings nicht im Bad! Sind wir jetzt ein frauenfreundlicher Haushalt?

Mal nachdenken!
Kommt gut in die neue Woche!


Samstag, 2. Februar 2013

Zu einem der

schönsten Lichtpunkte in diesem jungen Jahr, gehört für mich die Tatsache, dass das Ende der töchterlichen Schulzeit zum Greifen nahe ist. Seit fast 14 Jahren vergeht kaum ein Schultag, an dem ich mich nicht über die Institution und ihre amtlichen Vertreter wundere, wenn nicht sogar ärgere.
Warum werden Menschen Lehrer, wenn sie Kinder und Jugendlich nicht leiden können, immer nur das Schlechteste von ihnen annehmen, unmögliches fordern, selbst ihren eigenen Maßstäben nicht im Entferntesten gerecht werden und Eltern wie ahnungslose Schafe behandeln? Kann mir das jemand sagen?
Ich werde das nie verstehen.
Zugegeben, nicht alle Lehrer sind so, aber leider viel zu viele und ich werde das Gefühl nicht mehr los, dass es immer mehr werden, die ihre eigenen Befindlichkeiten postwendend an den Schülern abreagieren.
Vor allem in der Oberstufe tummeln sich Solche, für die Wertschätzung, Respekt und eine pädagogische Haltung offensichtlich eher Fremdworte sind.
Irgendwie mehr Schatten als Licht und viel Kälte!














Nur ein Beispiel:
Gestern streikten in Potsdam und Umgebung die Busfahrer. Ohne Vorwarnung. So weit so gut oder schlecht. Zur Schule unseres (nicht mehr vorhandenen) Vertrauens fahren nur Busse. Wer von Außerhalb kommt, ist auf den Bus angewiesen, es sei denn, Mama steht bereit, und übernimmt den Taxidienst für die  an verwaisten Bushaltestellen stehende Schüler. Die vier, die in mein Auto passen kommen in letzter Minute zum Unterricht. Lehrerin: "Wir schreiben heute einen Test."
Die Hälfte des Kurses fehlt noch, macht nix - die sind selber Schuld, sagt sie. Und dann beschimpft sie auch noch jeden, der "zu spät" kommt. Man könne sich ja besser organisieren, sagt sie unter anderem. Den Rest ihrer sachdienlichen Unsinnskommentare erspare ich Euch.
Der Letzte hat es dann endlich 15 Minuten vor Ende der Stunde geschafft, der muss auch noch mitschreiben. Kein Einsehen, kein Erbarmen. Nicht nur, dass dieser Knabe natürlich nicht fertig werden konnte, nein alle anderen wurden dauernd abgelenkt, durch das Gemaule der gnädigen Frau.
Macht aber nix - als Lehrerin kann sie sich das erlauben - denkt sie. Sie hat ja "Abhängige" vor sich sitzen.  Ich bin es leid. Ich bin diese Abwertungen und Kränkungen der Schüler so leid. Woher sollen in diesem Land konstruktive Kommunikationsstrukturen kommen, wenn sich junge Menschen täglich so "betreut" sehen? Und komm mir bloß keiner, der sagt, die Kinder seien schwieriger als früher. Selbst wenn das so wäre, wenn ich eine Aufgabe habe, dann mache ich mich fit dafür und ruhe mich nicht auf Lorbeeren aus, die schon lange vertrocknet sind.
Gott sei Dank sind jetzt erst mal Ferien. Fünf Tage ohne Schulstress tut allen gut!

Auch wenn es Draußen nicht so aussieht, ich wünsche Euch ein lichtvolles Wochenende!