Donnerstag, 24. März 2011

Kann es sein...

dass dieses herrliche Wetter auch seine Schattenseiten hat? Eigentlich nicht, dachte ich gestern, als ich dieses Zauberblümchen an einem Ort entdeckte, an den ich es ganz sicher nicht gepflanzt hatte.


















Nein, eigentlich ist es ein Genuss-Wetter, lockt ins Freie, lässt mich aufatmen, wärmt, verbreitet gute Laune, weckt die Lebensgeister - wundervoll.
Nun hab ich heute Morgen mein Kräutergärtchen auf der Küchenfensterbank gegossen - und da sah ich sie, die Schattenseite dieser Lichtfülle. Ich muss Fenster putzen - dringend! Innerlich stöhnt da der Fensterputzmuffel in mir ganz laut auf, mal sehen, wer von uns beiden die Oberhand behält.
Genießt den Sonnenschein, am Besten draußen  - da fallen ungeputze Fenster nicht so auf.

Dienstag, 22. März 2011

In's Haus geholt...

hab ich mir den Frühling. Also nur ein paar Zweige von der Scheinbrombeere und dazu die Tulpen aus dem Blumenladen. Die Zweige waren noch ganz kahl am Sonntag , doch nun treiben sie in der warmen Küche schon Blätter - mit atemberaubender Geschwindigkeit. Ich bin von dieser Kraft jedes Jahr auf's Neue fasziniert!





















Heute Abend habe ich die jährliche Mitgliederversammlung des Fördervereins vor mir. Ich bin ja durchaus gewohnt vor vielen Menschen zu sprechen und eine Diskussion zu moderieren. Aber dieser Jahresbericht macht mir jedes Jahr leichtes Magengrummeln. Wenn der Vorstand "entlastet" ist, wird es mir wieder besser gehen. Apropo "besser gehn" -  meinem blauen Knie geht es heute schon viel besser - ich danke Euch sehr für die guten Wünsche - und verspreche, keine weiteren Flugstunden zu nehmen!
Ihr genießt hoffentlich alle die Sonne!

Montag, 21. März 2011

Frühlingsanfang

Da lese ich in der Zeitung, dass heute Frühlingsanfang ist. Ein Blick aus dem Fenster genügt und ich sehe den Frost auf den Autoscheiben in der Umgebung und den Raureif auf den Pflanzen.  Wunderbarer Frühlingsanfang, denke ich. Im Garten zeigt sich der angebliche Frühling in erster  Linie durch das sprießende Unkraut. Das kleine Schneeglöckchen (übrigens mein einziges, dank der Wildschweine) hat Mühe, sich gegen die wuchernden Minitriebe Wirkung zu verschaffen. Da dachte ich, geh dich mal umziehen und tu was gegen das Kraut. Und dann? Vielleicht wollte ich, passend zum Vogelgezwitscher, ein wenig fliegen,  oder ich war in Gedanken bei meinem Ärger über die Art, wie die Tageszeitungen mit der Situation in Japan - heute erst auf Seite 2 - umgehen. Erinnern kann ich mich nur noch., dass ich flach auf dem Boden lag und mein Knie höllisch weh tat. Ich kann also definitiv nur fliegen, nicht landen. Und für solche Flugversuche ist unsere Treppe zu hoch! Autsch!
Jetzt geht es schon wieder, aber mit der Gartenarbeit wird es wohl heute nix. Dabei scheint jetzt gerade die Sonne so herrlich!





















Deshalb wünsch ich Euch einen wundervollen Frühlingsanfang ohne Flugschule!

Sonntag, 20. März 2011

Kräuter mit Beleuchtung

In den letzten Tagen ist der Hunger nach frischen Zutaten immer größer geworden, die industriefreie Küche macht darauf noch mehr Appetit. Und so sammeln sich auf der Fensterbank in der Küche mehr und mehr Kräutertöpfchen. Ich finde zwar, dass das eine oder andere Kraut gerne etwas kräftiger schmecken dürfte - aber im  "Nochnicht-Frühling" bleibt einem die blaase Topfware nicht erspart. Zur optischen Abrundung habe ich noch eine Schneeglöckchen-Lichterkette gefilzt. So haben dann die Kräuter auch Abends etwas Licht....

Ich wünsche uns allen eine lichtvolle Woche - Innen wie Außen!

Donnerstag, 17. März 2011

Stop!

Unsere Glastüre brauchte dringend eine Bremse und so habe ich mich an einen Türstopper gewagt. Der dicke Stein fehlt jetzt im Garten - aber da wächst bestimmt was drüber. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.
Vielleicht brauchen wir aber auch mal einen Gedankenstop! Wir sollten uns darauf besinnen, dass in Japan eine furchtbare Katastrophe die Menschen heimgesucht hat. Dort leiden Menschen, dort sind viel zu viele Menschen einer Naturgewalt zum Opfer gefallen. Der unsinnige Aktionissmus unserer Politik und die sinnlose, fast schon selbstverliebte Panik, die sich in unserem Land breit macht, ist diesem grauenhaften Schicksalschlag, der Japan und seine Menschen ereilt hat, in keinster Weise  angemessen. Es geht gerade nicht um uns! Es geht um hungernde, trauernde, kranke und frierende Menschen in einem fernen Land, die vor dem sprichwörtlichen Nichts stehen. Es treibt mir die Tränen in die Augen vor Zorn, wenn die fünfhunderste Frage nach den Auswirkungen auf uns gestellt wird, wenn es jemanden interessiert, was an der Börse passiert, wenn ich lese, dass die Menschen hier zu Lande die Jodtablettenvorräte in den Apotheken leer kaufen - als ob uns die Welt um die Ohren geflogen wäre. Helfen ist wichtig - Nicht Panikmache,! Ich verstehe die Welt nicht mehr. In Lybien kämpfen Menschen für ihre Freiheit und wir tun nichts um ihr Leid und ihr Sterben zu beenden. In Afrika verhungern täglich tausende Menschen, sterben Kinder an simplen Krankheiten, da geht hier niemand auf die Straßen. Und in Japan herrscht bitterste Not, wegen der wir schon längst zur Tagesordnung über gegangen wären, wäre da nicht die Atomkatastrophe. Zugegeben, sie ist furchteinflößend. Aber die Katastrophenphantasien, die hier gerade die Medien  und die Politik dominieren sind unverschämt, ja geradezu schamlos. Diese Katastrophe wird benutzt - und das muss einfach aufhören, wenn wir uns nicht in Grund und Boden schämen wollen!
Nachdenkliche Grüße

Montag, 14. März 2011

Fastenzeit....

















ist bei uns immer wieder eine Zeit großer Diskussionen. Auf was verzichter wer in diesen 7 Wochen? Machen wir alle gemeinsam eine "Aktion" - oder sollte ich besser sagen "Nichtaktion"? Will sich jeder für sich etwas aussuchen, was er als Fasten erlebt? Ich gebe ehrlich zu, es ist gar nicht so einfach - erst fällt die Wahl schwer und dann ist da ja noch das Durchhalten. In diesem Jahr stand für mich relativ schnell fest, einmal auf alle vorbereiteten Produkte aus dem Handel zu verzichten, 7 Wochen ganz ursprünglich zu kochen. Der Entschluss stand schon eine Weile im Raum, da wir mit unserem Tochterkind 2 ein paar merkwürdige Erfahrungen gamacht hatten. Sie isst zum Beispiel für ihr Leben gerne Kekse mit Schokolade. Backe ich diese selbst, kann sie sie super vertragen. Greife ich aus Zeitmangel ins Regal, schon wird ihr übel. Sie hat einen recht empfindlichen Magen, das wusste ich schon lange. Aber irgendwann wurde uns klar, dass es nicht der Schulstress alleine sein kann, der zu ihrem häufigen Unwohlsein führte. Klassische Allergietests brachten keine sichtbaren Ergebnisse. Also fing ich an, mich über die Wirkung von Inhaltsstoffen und deren allegemeine Vielfalt zu informieren. Je mehr ich mich damit beschäftigte, um so weniger Freude machte das Einkaufen. Also, ich gehe sowieso ungerne Lebensmittel einkaufen. Mich strengt das ewige Überangebot schon sehr an und es frißt Zeit ohne Ende. Aber mit einer Vielzahl von Informationen über unser tägliches Essen bestückt, macht es gar keinen Spaß mehr, vor den übervollen Regalen herum zu hüpfen.
So werden wir also in den kommenden Wochen so weit es überhaupt geht, alles selbst machen. Vor den Nudeln habe ich den größten Respekt - die wird es nur noch zum Wochenende geben können und - als alte Saarländerin fällt mir der Verzicht auf Maggiwürze sehr schwer - aber es geht komischer Weise auch ohne. Die Töchter stehen mit mehr oder weniger Begeisterung in der Küche und helfen, wenn es ihre Zeit erlaubt. Ich bin wirklich gespannt, ob wir das durchstehen.
Im Zuge der Vorbereitungen auf diese Fastenzeit habe ich mir dann noch das Buch "Die Essensfälscher" zugelegt. Ich war gespannt, habe mir neue Informationen erhofft und mich fast auf die Lektüre gefreut. Jetzt kommt es mit auf die Fastenliste. Ich hab mich selten so geärgert über ein Buch. Die oberflächlichen Informationen, die sich permanent wiederholdende "Industrie - und Politikerschelte" gehen einem echt auf die Nerven. Und dann stellt er "die Verbraucher" hin, als ob wir alle nicht bis 3 zählen könnten. Schade, dass so ein wichtiges Thema so polemisch, effekthaschend und tendenziös bearbeitet wurde. Ne, Herr Bode, das war nix.
Euch wünsche ich jetzt erst einmal eine gute Woche, auch wenn die Zeichen im wahrsten Sinne auf Sturm stehen!

Sonntag, 6. März 2011

einen ersten Blick...

auf ein neues Projekt will ich Euch heute werfen lassen: Hasenhausen soll hier entstehen. Eigentlich habe ich unendlich viel zu tun, weil meine Auftragsbücher so voll sind, dass ich kaum hinterher komme und für neue, spannende Ideen viel zu wenig Zeit bleibt.
Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, meine Seminar- und Beratungsarbeit langsam zurückzufahren, mehr mit der Wolle arbeiten, weniger unterwegs zu sein. Aber irgendwie will das gerade gar nicht funktionieren. Nun muss ich mir meine Zeit noch besser einteilen und gut auf mich und die Familie achten, dass wir nicht aneinander vorbei leben. Meine Töchter haben sich vielfältige Verpflichtungen an Land gezogen, Sarah kann wahrscheinlich bei den Seefestspielen im Sommer am Wannsee mitwirken. Die Zauberflöte unter Katarina Thalbach, das ist - neben so vielen anderen Dingen, wie Schülerzeitung, Sanitäterausbildung, Schultheater und einem Wettberwerb in französischer Sprache, ein großes Ziel! Ich drücke ihr die Daumen und sehe dennoch mit Sorge, wie ähnlich mir dieses Kind ist. Tausend Dinge tun, aktiv sein ist wundervoll - um so mehr muss man sich pflegen und Ruhezeiten einplanen. Aber mit 17 ist man noch nicht auf Achtsamkeit geeicht. Ich könnte jetzt hier so weiter schreiben - weil es offenbar ein Familienvirus ist, sich neben den eigentlichen Aufgaben, die das Leben bereit hält, zu betätigen.
Und so kommen manche gemeinsame Familienaktivitäten nur selten zustande. Heute bin ich mit den Mädels alleine, weil der Ehemann sich als Bassist an Bruckner erprobt. Morgen ist Konzert in der Berliner Philharmonie!
 Nun werde ich an "Hasenhausen" weiter arbeiten und an einem Workshop-Konzept basteln - die Mädels werden für anstehende Klausuren lernen - aber das Abendessen wird uns alle wieder vereinen. Hoffentlich!
Genießt den sonnigen Sonntag und kommt einfach gut in die neue Woche!

Donnerstag, 3. März 2011

Weckruf!

Das müsste doch helfen - gleich zwei "Mütterchen Tau" sollten wohl den Frühling wecken, genau wie Ute mich geweckt hat.
Sie hat mit mir geschimpft und mir klar gemacht, dass ich Euch ganz schön vernachlässigt habe. Und Recht hat sie!

Da habe ich ein wundervolles Geschenk erhalten und nicht darüber berichtet, einen Award bekommen und ihn immer noch nicht angenommen. Da sind mir traumhafte Menschen begegnet und ich hab es nicht erzählt. Da sind spannende Dinge geschehen, traurige und fröhliche und es war mir nicht möglich darüber zu schreiben.
Asche auf mein Haupt!
Ich will mich auch gar nicht herausreden und Euch erzählen, es hätte am Wetter gelegen oder an der Arbeit oder an meiner Familie oder an Gott weiß was. Es lag an mir. Und je länger die Pause wurde um so schwerer wurde es, den Faden wieder aufzunehmen. Nun hab ich den Schwung, den Utes Schubs verursacht hat, genutzt und mich an den Rechner gesetzt!

Und weil ich schon mal hier sitze, nicht noch mehr Zeit verstreichen soll und ich fast platze (ja, immer noch) vor Glück, will ich Dir, liebe Monika, ganz laut Danke sagen für dieses traumhafte Geschenk. Ich freue mich unbändig über mein Losglück und auf die Filztaum-Tage mit und bei Dir!
So, und damit der erste Post nach der Trägheitspause nicht zu lange wird, mach ich hier Schluss!
Allerliebste Feierabendgrüße!
(Und für Bine und Kunstpause gibt es morgen einen Post!)