Sonntag, 7. August 2011

Schwarz-Weiß und ein wenig Farbe...


...das ist es wohl, was ich über die vergangenen Monate, kurz zusammengefasst, sagen kann. Was schreibt Frau auch, wenn sie ewig den Blog vernachlässigt hat, sich nicht mehr einfinden konnte, in das zauberhafte Geplauder, viel zu viel und doch zu wenig passiert ist, als dass es in ein paar Sätzen nieder zu schreiben gewesen wäre. Nun haben die letzten 20 Tage mich ein Wenig aufblicken lassen, freie Zeit geboten und so was wie Urlaub ermöglicht. Und weil sich Bea, Monika und Petra so zauberhaft bei mir angefragt haben, ob alles ok sei, möchte ich mich mal melden, und mich für eure Langmut und euer Interesse bedanken. 
Neben vielen anderen zeit- und kraftfressenden Begebenheiten haben wir vor einigen Wochen endlich eine "altersgerechte" Wohnung für meine Eltern gefunden, in die die Beiden dann im Oktober einziehen können. Der ganzen Familie graut zwar vor dem Umzug und dem Verkauf des Elternhauses, aber es geht einfach nicht mehr anders. Mein Vater wird immer schwächer und braucht mehr und mehr Hilfe, meine Mutter kann die Last schon lange nicht mehr alleine tragen, also muss es sein.
Das Pendeln zwischen hier und dort - knapp 700km - immer unter Zeitdruck, die Beschäftigung mit den existentiellen Fragen, die sich durch die Erfahrungen mit den eigenen Eltern aufdrängen, das alles hat mich ganz schön nieder gedrückt. Und die Arbeit lässt sich ja nun nicht so einfach an den Nagel hängen, man kann mal was verschieben, aber es nicht einfach so sein lassen. Mich hatte Anfan Mai eine Grippe so umgehauen, dass ich wirklich gar nichts mehr tun konnte - das Aufarbeiten des Versäumten brachte dann prompt den nächsten Tiefpunkt.
Dann aber kam im Juni die erste Woche meiner Filzausbildung in Oberrot und das, das ist das pure Glück. Ich werde darüber sicherlich noch oft berichten, aber eines kann ich jetzt schon sagen, es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, mich dort anzumelden. Was für ein Glück, mit zauberhaften Menschen in einer fast kontemplativen Umgebung an etwas arbeiten und lernen zu können, was einem schon soooo lange am Herzen liegt.
Heute blicke ich auf einen verregneten, aber entspannten Urlaub zurück, das erste mal ganz ohne die Mädchen. Sehr gewöhnungsbedürftig.
Leider war das Heimkommen weniger lustig, da die Große am Mittwoch einen Auffahrunfall hatte und nun sehr unglücklich und auch verunsichert ist. Ich hoffe, wir schaffen es, ihr den Mut und das Selbstvertrauen wieder zurück zu geben.
Ich wünsch mir gerade nur eines! Das wir alle endlich wieder zur Ruhe kommen und die grauen und schwarzen Tage ein Ende haben, dass mehr Raum für Farbe und Licht sein wird.
Farbige Grüße

Kommentare:

  1. Hallo, liebste Susanne,
    tja, manchmal kommt das Leben ganz doll´dazwischen und wie ich so lese hattest du ja wirklich mächtig viel um die Ohren.Ich wünsche dir von Herzen kraftvolle, fröhliche Sonnenstrahlen, die alles grau verscheuchen und ganz,ganz viele bunte Farben!Drücke dich ganz feste,Petie ♥

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  2. Das ist ja eine ganze Menge.
    ICh glaube es gibt immer Zeiten wo es andere Prioritäten gibt.
    Genieße einfach jeden Tag so wie er ist.
    Das Leben ist nunmal eine Uraufführung man weiß nie was der nächste Tag so bringt.
    Liebe Grüße
    Anja

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  3. Liebe Susanne,
    erst einmal freue ich mich wirklich sehr, wieder etwas von dir zu lesen! Es ist gut, dass man neben dem "zauberhaften Geplauder" auch einmal mitbekommt, dass andere Menschen ähnliche Erfahrungen machen und Empfindungen haben, wie man selbst.
    Wie in jedem Farbkasten sind auch in unserem Farbkasten des Lebens die (Nicht)Farben schwarz und weiß vertreten. Es ist schwierig, wenn wir die leuchtenden, strahlenden Farben vorübergehend nicht sehen, weil das Schwarz-Weiß-Grau unser Leben zeitweilig dominiert. Gerade in der jetzigen Lebensphase kommen so viele Dinge auf uns zu, an denen man oft heftig "knabbern" muss: die Kinder werden flügge, die Eltern benötigen unsere Hilfe oder fehlen sogar schon in unserer Mitte, wir haben auch mit uns selbst enorm viel zu tun (kämpfen). Eine OP, der Auszug meiner Kinder und seit ein paar Wochen auch die magische "fünfzig" haben dazu beigetragen, dass auch für mich dieses Jahr ein Jahr des Innehaltens und Nachdenkens ist. Ich wünsche dir und uns allen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dass wir die wunderbare Farbenvielfalt des Lebens nie aus den Augen verlieren und trotz allem schätzen und genießen können. So wunderbare Erfahrungen wie die, die du bei deiner Filzausbildung machen durftest, helfen dabei ganz enorm. Für dich und deine Familie alles Gute (für deine Eltern, dass sie sich in der neuen Umgebung gut einleben und wohlfühlen, für deine Töchter, dass sie auch nach schlechten Erfahrungen nicht den Mut verlieren und für dich und deinen Mann, dass ihr aus den Farbtöpfchen des Lebens genügend Energie und Glücksmomente schöpfen könnt.
    Herzliche farbenfrohe Grüße
    Petra

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  4. Ach, meine Liebe, wie schön von dir zu lesen!
    Es gibt einfach solche Jahre, da sollte man im Bett bleiben ;-)
    Ich tauche auch erst langsam aus meinem Sommer"krater" auf, von daher kann ich gut nachvollziehen, dass du den Einstieg schwer findest.

    Fühl dich mal gedrückt und: welcome back!

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  5. Liebe Susanne,
    ich freu mich so, wieder von Dir zu lesen! In den letzten Wochen war ich in Gedanken oft bei Dir und habe gehofft, dass es Dir gut geht.
    Ja, das ist eine schwierige Zeit, wenn man mitansehen muss, wie die Kräfte der Eltern schwinden...
    Ich wünsche Dir viel Kraft und trotzdem immer wieder Momente, in denen nur für Dich die Sonne scheint!
    Sei fest umarmt von Claudia

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