Dienstag, 21. Dezember 2010

Zwanzig!

Nun ist der Heilige Abend schon zum Greifen nah - mir persönlich zu nah - und das Bild füllt sich von Tag zu Tag. Die Figuren werden gewichtiger, ihre Bedeutung erschließt sich dem Betrachter ohne große Erläuterung. Das liegt nicht daran, dass ich nun plötzlich mehr Sorgfalt in die Arbeit gelegt hätte, oder das eine besser könnte als das Andere. Es kommt daher, dass es bestimmte Elemente in der Bildersprache gibt, die die meisten sofort benennen können. Kleine Kinder stehen vor den Schafen und dem Mann mit dem Stab und sagen ohne nachzudenken: "Oh schau mal, ein Schäfer" oder " Mama, der Hirte steht da mit seinen Schafen". "Der gute Hirte" scheint ein wirklich archaisches Bild zu sein, und eigentlich ist das auch kein Wunder. Der Hirtenberuf ist älter als der des Bauern. Hirten leben mit den Tieren in der freien Natur. Sie begleiten weltweit Herdentiere bei ihrer Suche nach Futter. Diese Herden können unmöglich an einem Ort verharren, sie würden die Flora zerstören und dann verhungern. Also wandern sie. Der Hirte, Schäfer, Cowboy oder Gaucho schützt sie auf der Wanderung vor Feinden, führt sie auch auf den richtigen Weidegrund, erkennt giftige Pflanzen, er hält sie zusammen, sucht nach verlorenen Schafen, gibt dem Hütehund seine Anweisungen...! Und wie so oft erreicht man die Herzen der Menschen am schnellsten durch ein Bild, eine Metapher. Und so verbinden sich Alltagseindrücke, die positiv besetzt sind gerne mit großen Botschaften, dann erschließen sie sich uns leichter.
Wenn ich einen Hirten oder Schäfer erarbeite, dann hat er immer etwas von einem väterlichen, guten alten Freund. Dabei war Pan, der Hirtengott ganz schön frech und dreist - in vielerlei Hinsicht.
Vielleicht habt ihr gemerkt, dass die Schafe ganz ruhig geworden sind - sie fühlen sich behütet - kein Wunder.

Wir sind gerade leider etwas im Stress - TK2 hat sich eine böse Bronchitis eingefangen und es ist wegen des Wetters alles doppelt kompliziert. Hab ich das schon mal gesagt? Ne, wahrscheinlich eher nicht - aber ich mag einfach keine Einkaufstouren mit festem Plan. Es schafft Hektik, macht müde und ist selten so erfreulich, wie spontane "einfach mal so" Touren. Ich hätte bitte gerne noch eine Woche länger Advent.
Hoffentlich seid ihr entspannter.

Kommentare:

  1. Hallo, liebste Susanne,
    ich glaube ich fange gerade an mich zu entspannen ;o).Morgen ist der letzte Arbeitstag in diesem Jahr und darüber freue ich mich unbändig.Gleich gönne ich mir eine heiße Badewanne mit "Schokoladenaroma" , das ist etwas was ich mir sehr ,sehr selten gönne,keine Zeit,keine Zeit ,keine Zeit....und jetzt mache ich es einfach,ein Zeichen dafür, dass ich zur Entspannung bereit bin ;o)!Und in dieser Phase jetzt könnte ich auch mal deinen fleißigen Hirten ablösen und mich der Einsamkeit,der Stille und des einfachen und prächtigen "Seins" hingeben ;o)!Ich drücke dich feste,Petie ♥

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  2. ....... nein leider..... von Entspannung keine Spur, da ich zur Gattung "auf den letzten Drücker " gehöre, und wie immer und besonders diesjahr besondners langsam war, oder zu viel beschäftigt, wer weiß das schon...jedenfalls weigere ich mich auch solche generalstabsplanmäßigen Touren zu unternehmen, um im Oktober alle Päckchen schon fertig zu haben.
    Aber ich bins ja von mir nicht anders gewöhnt!!! Und deshalb wird es auch so bleiben...
    Deinem TK eine recht gute Besserung, passt ja nun nicht gerade gut... ich wünsche euch Kraft für den Endspurt!!!! Thymian curarina ist ein super gutes Hustenmittel und Bronchialtherapeuticum!!!♥
    Liebe Grüße aus dem chaos, cornelia

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  3. Liebe Susanne,
    ja ich spüre es, auf diesem Bild wirken die Schafe endlich zufrieden, sie haben nicht mehr das Gefühl in den Vordergrund rücken zu müssen. Ihre wichtige Stunde, das Jesuskind zu suchen und ihm nah zu sein, ist nicht mehr weit weg! Und die Hirten passen gut auf ihre Schützlinge aus, wozu sich also Sorgen machen?
    Den Advent verlängern? Wäre ich dafür :-)!
    Ich wünsche Dir entspannte und stressfreie Tage, trotzalledem!
    Liebe Grüße von Claudia

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  4. Dein Schäfer mit seiner Herde strahlen so etwas ruhiges aus. Hoffentlich legt sich das auch auf dich.
    Die letzten Tage vor Weihnachten....ich hab auch noch einiges zu tun.
    TK? sagt mir jetzt nichts, aber gute Besserung! Denn dann geht es dir auch besser.
    Liebe Grüße
    Conni

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  5. Ach Du liebe Güte - Kranke Familienmitglieder ist gar nicht schön!!!! Und hektische Einkaufstouren zerstören doch die ganze Ruhe und Besinnlichkeit.
    Ich wünsche Dir alles Liebe zu Weihnachten und eine gesunde Familie und viele schöne Ideen für das neue Jahr und sonst noch alles, was auf Deinem Traum-Plan stehen mag!
    Liebe Grüße Tinki

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