Sonntag, 19. Dezember 2010

Achtzehn!


Also, wenn ihr ihn nicht erkennen würdet, den stolzen Widder, wenn ihr fragen würdet, wer ist denn das, dann wäre er ganz schön eingeschnappt - der selbsternannte Chef der Schafsherde. Eingeschnappt sind auch die Schafe. Das sind sie, weil hier nix über sie geschrieben wurde - obwohl sie sich so abgemüht hatten, ins Bild zu kommen. Und der Gipfel war jetzt wohl das Casting-Spezial-Foto von Herrn Widder. Das kleine graue Schaf, das schon ganz früh auf der Wiese vor dem Stall ankam, das ist regelrecht sauer mit mir.
"Da kommt so ein dahergelaufener Kerl vorbei und nur weil er Hörner hat bekommt er einen eigenen Artikel - ein eigenes Türchen. Nicht mit mir!"
Seitdem reden die Schafe nicht mehr mit mir und schon gar nicht mit dem Widder. Dabei mag ich diese Vorwitznasen so.  Irgend etwas muss passieren, schließlich ist morgen der 4. Advent. Da wäre Eintracht schon ganz nett. Ich könnte ja einen Wettbewerb ausrufen: "Wir suchen das schönste Schaf in der Herde!" und als Preis gibt es eine Extra-Portion Futter?!?

"Also nee - für ne Futterration stehen wir noch nicht mal auf!" sagt eines der Schafe ganz entrüstet.
Is ja schon gut, meine Lieben. Die Idee mit dem Wettbewerb war dann so eher nix. Vielleicht hätte ich sie mit einem Besuch beim Jesuskind locken sollen? Ich bin mir aber sicher, dass das sprichwörtliche "dumme" Schaf, gar nicht so dumm ist. Die wissen alle, dass sie das Christkind auch ohne mich zu Gesicht bekommen. Die wissen sicher auch, dass sie Pate stehen  werden für die grundlegenden Terminologie der Christenheit. Ich weiß zwar nicht, wieso diese kleinen "Empfindlichkeiten" angeblich so friedlich sind, aber sie haben es geschafft, uns allen über die Jahrtausende in denen sie unsere Haustiere sind, Sand in die Augen zu streuen. Macht nix, wir Menschen lassen uns ja nur zu gerne an der Nase herumführen - hauptsächlich wenn alle angeblich etwas so oder so sehen, dann siegt bei uns der Herdentrieb, und wir schwimmen lieber mit im Strom als gegen den Meinungszwang aufzubegehren. Grad frag ich mich, wer hier wohl wen domestiziert hat? Ihr sollte mal das graue Schaf grinsen sehn.
-Fortsetzung folgt:-))

Kommentare:

  1. Ha das ist ja irre - von dem Widder - dem Herdenführer - zum beleidigten Schaf dann zum Herdentrieb und dem Einschlaflied.
    Manoman hast Du eine Fähigkeit die Dinge zu verschieben mit den Worten zu spielen und sie aus tausend Sichtweisen zu betrachten.
    Ja - so ist das in den Herden gibt es nun mal einen Herdenführer und auch immer welche, die zufrieden diesem folgen und dann wieder welche, die immer nach der Führung streben, die ausbüchsen möchten, alleine klarkommen - etc. es ist wohl wie mit allen Gesellschaftsformen - allein wie zusammen irgendetwas ist immer kompliziert!
    Ich wünsche Dir einen wundervollen 4. Advend mit zufriedenen Schafen und auch deinen eigenen Schäfchen, die glücklich Kekse mampfend spiele spielend oder musikmachend Dein Lächeln ins Gesicht zaubern!
    Liebe Grüße Tinki

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  2. Liebe Schafe,lasst euch von einem Herrn Widder nix erzählen ;o)!Ihr habt recht - nur weil einer Hörner hat,muss er nicht derjenige sein, der weiß wo es lang geht, denn die Hörner kann man sich auch ganz schnell abstossen, wenn man mit dem Kopf durch die Wand will ;o)!Eure Sanftheit ( die viele irrsinniger Weise mit Gleichgültigkeit und Dummheit verwechseln,tz,tz) ist mir 100 mal lieber ;o)!Einen wundervollen 4.Advent und viele ,liebe Grüße,Petie ♥

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  3. Liebe Susanne, oh ja, ich muss gestehen, statt des Widders ist mir schon wieder ein Schaf, das sich in den Vordergrund gedrängelt hat, aufgefallen. Ob der Widder jetzt böse mit mir ist?
    Ich habe mir selber vorab zu Weihnachten zwei neue Filzbücher geschenkt, da steht so viel interessantes über die liebenswerten Wolllieferanten drin, dass ich im Moment nur Augen für die Schafe habe, das vielleicht als kleiner Trost für Deine Herde. Hoffentlich kriegst du das mit dem Familienfrieden in der Herde noch vor dem Hl. Abend hin :-)!
    Aber das Christuskind bekommen sie auf alle Fälle aus allernächster Nähe zu sehen - wie beneidenswert!
    Viele schöne Gedanken zum 4. Advent wünscht Dir
    Claudia

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