Sonntag, 24. Oktober 2010

wie nimmt man...

nach so langer Blogpause eigentlich den Faden wieder auf? Das frage ich mich seit Tagen und schleiche um Eure Blogs und den Meinen herum, wie die Katze um den heißen Brei. Dabei gäbe es doch so viel zu kommentieren, ich hätte so viel zu sagen, denk ich manchmal und lasse es dann doch. Ich finde mich zu seicht, zu unpräziese zu allgemein, zu platt.
Und es gäbe von meiner Seite so viel zu erzählen, wie zum Beispiel, dass mein Tochterkind nun den Führerschein mit 17 auf Anhieb bestanden hat und ich noch mehr im Auto sitze als jemals zuvor. Oder vielleicht davon, dass ich mich seit Wochen damit quäle, dass man seinen Eltern nur bedingt helfen kann, schwere Wege zu gehen. Oder dann doch über die wundervollen Ideen, die mir angetragen werden und ich nicht die Kraft finde, sie anzunehmen und in die Tat umzusetzen. Und dann wären da noch Ereignisse aus meinem beruflichen Umfeld, die mich ziemlich gekränkt haben, ich mich ausgetrickst gefühlt habe, ja so gar ausgenutzt. Meine Kleine ist in Frankreich nicht ganz so glücklich wie es ihre Schwester war und ich vermisse sie von Tag zu Tag mehr. Es wäre auch eine Nachricht wert gewesen, zu berichten, dass mein Göga sich mal wieder eine langwierige Entzündung eingefangen hat....

Aber ist es das wirklich, was ich hier schreiben will, ist es wirklich das, was die Welt lesen will? Ich glaube das ja nicht wirklich. Wenn ich in die Zeitung schaue, mir den Tort antue und die Nachrichten verfolge, dann fällt mir so viel auf, wozu ich eine andere Meinung habe, als es gerade Mainstream ist und ich will es in die Welt heraus schreien. Aber ist ein Blog wirklich der Ort für politische und gesellschaftliche Diskussionen? Wen interessieren meine Ansichten überhaupt?
Ihr merkt bestimmt, dass ich mich gerade sehr herumquäle mit Sinnfragen und das nicht nur auf dem Blog. Ich habe an manchen Tagen ganz deutlich das Gefühl, dass die Welt, wie ich sie mir zurechtgebaut habe, sehr ins Wanken geraten ist. Ich bin sicher, dass es neue Wege braucht, nur ist es leider zur Zeit noch ziemlich nebelig vor mir. Was ich alles nicht mehr will, das ist schon klar, nur wie es anders sein soll - da fehlt die Phantasie oder der Mut - da bin ich noch unsicher und dadurch auch eher kraftlos. Meine Mutter meinte, es läge bestimmt an den Wechseljahren. Na fein, dann warte ich eben noch 3 Monate bis 15 Jahre um wieder aus dem Tief zu kommen? Irgendwie ist mir die Antwort zu einfach, wie so vieles, was einfach erscheint und dem ich gerade deshalb nur misstraue.
Oh weh, hoffentlich habt Ihr bis hier her durchgehalten und ich hab euch nicht verschreckt. Vielleicht sollte ich euch einfach an meinen Stimmungsschwankungen und "Orientierungsläufen" teilhaben lassen - damit wir uns nicht aus den Augen verlieren. Es wäre wunderbar, wenn Ihr dazu mal was sagen würdet - denn ich will eines ganz sicher nicht, ich will diesen Blog nicht einschlafen lassen und den Kontakt zu vielen von Euch vermisse ich mehr, als ich sagen kann. Ich weiß, ich hab diese Verbindungslücke selbst geschaffen und muss auch selbst herausfinden - das ist unbestritten. Und dennoch würde es mir helfen, zu lesen, was euch dazu durch den Kopf geht!

Ich wünsch Euch einen wundervollen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche, die bei uns auch gleichzeitig Schulbeginn und Ferienende bedeutet!

Kommentare:

  1. ach, ich war gar nicht versehentlich bei dir abgemeldet...! du warst sooo lange weg? -

    so, nun habe ich auch alles gelesen. nee, du, bleib mal da un schreib von mumpitz un schnumpitz. oder stell bilder ein oder videos, die dich gerade begeistern oder empören. kriegst vielleicht nich immer und/oder nicht immer gleich ein echo, abber ICH zm beispiel würde mich freuen, wieder öfter von dir zu hören ♥ ♥ ♥

    so, un damit dus auch gleich weißt: ich bin an einem ähnlichen punkt. weiß nicht mehr was ich nähen soll, damit es nicht hier liegen bleibt und ich es zum schluss an den straßenrand stelle. kurz: ich hoffe auf neue begeiterte kundschaft, um nicht den ganzen tag löcher in die luft stieren zu müssen.

    also mädel, ich hoffe du kriegst bald wieder land in sicht.

    alles liebe
    michaela

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  2. Ich habe durchgehalten....und mich in vielem wiedergefunden.
    Neue Wege....andere Wege. Festhalten und loslassen.... das bewegt mich momentan auch. Wechseljahre....naja. Wer will das schon hören.
    Du bist der erste Verfolger in meinem Bilderblog...Da gibt es noch nicht viel zusehen.
    Ich wünsch dir noch einen schönen Restsonntag
    Conni

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  3. Hallo, liebste Susanne,
    was du da beschreibst denke ich, kennen viele von uns, ob Wechseljahre oder nicht ;o)!Es könnte vielleicht alles so einfach sein,oder muss es doch kompliziert sein?Ich denke, es ist ganz oft die Sicht auf die Dinge, die Geduld oder Ungeduld die man mit sich selbst hat, die Zweifel oder nicht Zweifel,aber im Grunde genommen läuft alles auf unsere Mittigkeit hinaus ;o),so sehe ich es.Wenn ich mittig bin,bin ich fest davon überzeugt, dass jemand vielleicht meinen roten Brotkasten "spannend" finden könnte,wenn ich voller Zweifel bin und nicht in meiner Mitte ruhe, denke ich "wen interessiert der Scheiß" denn ?Manchmal denke ich im bloggerland über mich "manoman, was müssen die von mir denken?Die halten mich doch bestimmt alle miteinander für die weltoberflächlichste Dekoschnecke!So, wie im Blog bin ich doch GAR NICHT!"Andere Tage kann ich sagen :"Petie, a) ist es egal, was man von dir denkt,Freunde wissen wer oder was du bist.b)aber natürlich das was du hier schreibst ist ein Teil von dir c)Hier gibt es auch Menschen,die dich hinter der Fassade kennen....ach und vieles mehr ;o)!Wir alle sind nicht jeden Tag gleich, wir haben starke Zeiten und verletzliche,wir suchen Kontakt und wollen alleine sein,wir wollen oberflächlichen Quatsch erzählen und Dinge zum nachdenken haben,wir möchten laut lachen und weinen,wir möchten,dass alles so bleibt wie es ist und wir möchten Veränderungen ;o).Schreibe das wonach dir ist,denn das bist du an dem Tag ;o),oder lass es bleiben wenn dir nicht danach ist,denn das bist dann auch du ;o)....ich jedenfalls freue mich immer von dir zu lesen,egal was du schreibst,politisch,freudig,fröhlich,nachdenklich,quatschig ,was auch immer, denn alles bist DU ;o)!Puh, Quasselstrippe-Petie hat zugeschlagen ;o)...ich drücke dich gaaaaanz feste und wünsche dir alles erdenklich Liebe, Petie ♥

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  4. Habe mich schon gewundert, wo du abgeblieben bist! Ich finde, dein Blog hat schon einen bezeichnenden Namen: Igelpfad. Das hört sich doch - zumindest für mich - an wie im "richtigen" Leben: Stacheln gibt es überall und Ecken, an denen man sich stößt. Vielleicht liegen diese ganzen Gedanken, die sicher jede von uns früher oder später hat an den Wechseljahren, aber sicher gehört es zu unserem Leben dazu, sich Gedanken zu machen. Oder ist es einfach die Jahreszeit? Versuche, alles positiv zu sehn und ziehe für dich das aus deinen Überlegungen, was für dich am wichtigsten ist, damit fühlst du dich dann sicher gut!

    Liebe Grüße
    Sabine, die gerne weiter von dir lesen möchte!

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  5. ...wenn du magst, kannst du mich ja auf meinem aktiven Blog besuchen....

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  6. Hallo Susanne,

    da bisse ja!
    Hm.
    Ich tu mich auch manchmal schwer mit dem was ich eigentlich schreiben möchte, weil es mir zu... ja was denn ... vorkommt.
    Politisch? Persönlich? Pragmatisch?

    Aber ein Blog ist doch ein wenig wie ein Tgaebuch: wir schreiben uns von der Seele,nur, dass wir ein Feedback erhalten können. Du schreibst für dich, nicht für uns!
    wer nicht mitlesen mag, kommt eben ein ander Mal wieder...

    Es tut gut, von dir zu hören!

    Und: mir geht es manchmal nciht anders, damit sind wir hier schon zu fünft, also bist du hier doch genau richtig aufgehoben :-)

    Drück Dich.

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  7. Liebe Susanne,
    du machst dir viel zu viele Gedanken um's Bloggerland.
    Du "musst" doch nicht schreiben, das tust du hoffentlich freiwillig und wenn, dann auch mit Freude. Auch das Fräulein muss sich ab und zu hier ausklinken, weil es Nichts zu schreiben, zu zeigen hat, einfach krank ist oder von allen möglichen Zweifeln geplagt, ab und zu fehlt es einfach an der Zeit...
    Und nun? Es wird doch dann niemand beleidigt sein? Es ist schön, ein wenig Leben teilen zu dürfen, egal wie tiefgründig die Geschichten sein mögen.

    Viele wunderbare Grüße
    geschickt von
    Yvonne ♥

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  8. Liebe Susanne,

    was wäre das Leben langweilig, wenn wir immer dieselben blieben. Der Göttin sei Dank entwickeln wir uns weiter, die Ziele ändern sich und die Wege dahin auch. Und manchmal will man über was reden/schreiben und dann eben wieder nicht. Ich bin der Meinung, dass vor allem die kleinen Dinge wichtig sind. Das mögen keine weltbewegenden Sachen sein, aber sie sind es, die die Welt (manchmal auch zum Guten) verändern. Deswegen, schreib über kleine und große Dinge, Du mußt ja nicht uns unterhalten, sondern wir lassen uns von Dir unterhalten.
    LG
    Bine

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  9. Es ist schön, wieder von Dir zu lesen.
    Jeder braucht mal eine Pause, um sich auch neu zu orientieren. Manchmal braucht es auch länger.
    Ich drücke Dir die Daumen, daß Du den richtigen Weg findest - mit Unterstützung Deiner Familie.

    Die Phasen kenne ich auch - überlegen - manchmal auch zuviel grübeln - alles in Frage stellen - zweifeln.
    Doch es gibt immer einen Weg - Du findest ihn.

    Liebe Grüße
    Bärbel

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  10. Liebe Susanne,
    ich finde es auch immer schön, von dir zu hören und kann deine Empfindungen sehr gut nachvollziehen. Die Lebensphase, in der wir uns gerade befinden, ist sehr geprägt von genau diesen widerstreitenden Gefühlen wie du sie schilderst. Sehr schön beschrieben finde ich das in Hermann-Hesses-Stufengedicht:

    S t u f e n

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

    Wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.

    Hermann Hesse

    Vielleicht gefällt es dir ja auch?
    Ich würde mich so gerne einmal mit dir zu einem ausgiebigen Kaffeklatsch treffen. Ich glaube, wir würden ewig sitzen und reden und die Zeit würde nicht lang. Ansonsten bin ich, was das Preisgeben von ganz persönlichen Dingen im Internet betrifft, immer noch eher skeptisch. Kommentare bekommt man sicher überwiegend von Menschen, die einem wohlgesonnen sind, manchmal ist man aber überrascht wie!!! öffentlich dieses Medium ist und welche Kreise es ziehen kann. Das muss aber jeder selbst nach Bauchgefühl entscheiden, denke ich. Das ist sicher wie immer am besten! Für einen intensiveren Austausch per Mail, Brief, Telefon oder gar persönlich bin ich aber jederzeit gern zu haben ;o).
    Ganz liebe Grüße
    Petra

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  11. Liebe Susanne
    egal wie Du den Faden aufnimmst oder ob Du nur was kurzes oder eine Geschichte erzählst- Du bist wieder da, es gibt Dich noch und ich freue mich!
    wünsche Dir einen schönen Abend und eine schöne Woche

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  12. Liebe Susanne,
    mach Dir keine Gedanken. Das mit dem Faden ist so eine Sache...wie bei der Handarbeit. Der Faden reisst, Du knotest ihn an...nach zwei hoppeligen Maschen geht´s dann, fast unbemerkt von dem kleinen Malheur, weiter als wäre nie was geschehen...
    Erinnert an das Leben. Manchmal reisst der Faden und dann läuft es wieder mal prima...:)
    Fühl Dich umarmt und gedrückt
    Liebste Grüße
    Steffi

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  13. bei mir ist der faden oftmals brüchig gewesen,, auch gerissen...aber mein spinnrad hilft mir ,ihn zusammenzudrehen und der webstuhl daraus ein gutes gewebe zu machen,das mich trägt..

    suche dir eine tätigkeit,die dir egal wie es rundrum aussieht kraft gibt...und ermutigt,,das wünsche ich dir..dann magst du auch wieder erzählen und es ist doch völlig okay ,,probleme zu haben..haben wir alle auch...da mag man einfach nur für sich sein..gruß wiebke

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  14. Liebe Susanne,
    jetzt hat es so lange gedauert, bis ich deinen Post kommentiere...und irgendwie kommt mir da in den Sinn, dass es mir ganz fürchterlich ähnlich geht wie dir! Ich kann deine Gefühle und Gedanken so gut verstehen.
    Ja, vielleicht ist das Bloggen ein bisschen wie ein Tagebuch, aber möcht ich nur die schönen Seiten zeigen? Das alles nur fröhlich, lustig und bunt bei mir ist? Was ist mit den Zweifeln, den Widersprüchen, den Ängsten? Das macht mich manchmal ein bisschen "blogfaul" in letzter Zeit, weil ich mich dabei auch ein bisschen oberflächlich und "unehrlich" fühle, und das gefällt mir nicht unbedingt;).
    Weisst du, schreib einfach immer dann, wenn dir dein Gefühl sagt...heute will ich:)! Und sei gewiss, ich werde immer wieder bei dir vorbeischauen, auch wenn die Pause noch so lang ist. Ich mag deine Art voll gerne, wie du schreibst und über was du schreibst:)
    sei ganz lieb gegrüßt
    Susanne

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  15. Liebe Susanne,
    jetzt bin ich das erste Mal bewußt auf Deinem Blog und habe hier ein wenig verweilt. Mich durch viele Beiträge gelesen. Auch durch diesen. Ich glaube, daß alle erlebte Welt es Wert ist niedergeschrieben zu werden. Ob nun im Blog oder ganz privat auf Papier. Als Anregung dazu: Mache Dich nicht davon abhängig, was der geneigte Leser wohl lesen möchte, sondern richte Dich nach dem was Du wirklich niederschreiben möchtest. Dann kannst Du gar nicht falsch liegen.

    LG von Jule

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