Samstag, 2. Mai 2009

Spiele mit dem Wind!


Segeln ist eine unglaublich schöne Freizeitbeschäftigung. Etwa die Hälfte des Jahres werkelt man an einem Boot herum - streicht - schraubt - ölt - schleift - putzt - deckt ab - deckt auf - schleift wieder - streicht wieder - poliert - malt neu an - Ihr glaubt gar nicht, wie viel Spaß man dabei hat! Und dann kommt der wunderbare Tag - der Tag des Ansegelns. Das Boot ist blitzeblank (sieht man nicht vor lauter Blütenstaub) und es liegt im Wasser ,(gerade hat sich noch eine liebenswerte Ente auf dem frischpolierte Deck verewigt) alles ist ganz wunderbar. Die Leine für das Vorsegel liegt leider nicht an ihrem Platz - ja, zuletzt findest sie sich doch noch! Endlich, man legt ab - ohne neue Kratzer am Boot - und ohne, dass sich die ganze Familie blamiert (nichts ist nämlich schöner für einen Segler, als andere dabei zu beobachten, wenn sie ihr Ablegemanöver versauen ). Also, nichts wie raus aus dem Hafen - auf den See - eine freie Fläche suchen - Motor aus - Segel hoch - "wo ist denn jetzt schon wieder der Schäkel?" - "zieh doch mal an der Dirk" ( die Dirk? wie sah die nochmal aus? ) - "nein nicht das Großfall - die Dirk"!

Ihr glaubt es nicht - irgendwann stehen die Segel und der Wind bläht sie auf - der Wind? welcher Wind?



Heute war der Wannsee voll und der Wind flau - und wir? wir haben viel gelacht - haben uns von den Bugwellen der Fährschiffen schaukeln lassen, den Trubel im Strandbad Wannsee mit großem Vergnügen betrachtet und uns mit rasender Geschwindigkeit von maximal 1,5 Knoten vorwärts bewegt ( lag wahrscheinlich an der Unterwasserströmung).



Ja, wir waren segeln. Ein paar Stunden Lohn für all die Frohnarbeit ( Gartenarbeit ist dagegen ein Spaziergang) und die Aussicht auf einen langen, genussvollen Segelsommer. Wir haben übrigens den Segelfreunden im Hafen, die schon mit einem Glas Sekt an Bord saßen und jeden Heimkehrer mit Argusaugen betrachteten, eine schwere Enttäuschung bereitet - wir beherrschen unser Anlegemanöver! Wir sind ein eingespieltes Team!

Eines Tages erzähl ich Euch mal, was los ist - wenn Wind ist!

Kommentare:

  1. Ohhhhh, hört sich das GUT an :o)! Wir sind morgen auch unterwegs zu Segelfreunden ;o), mein Patinkind wird konfimiert und der Papa ist Bootsbauer mit Leib und Seele ;o)...Wünsche dir einen wundervollen Sonntag, meine Liebe!Herzliche Grüße, Petra ♥♥♥

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  2. back die badehose ein nimm dein kleines schwesterlein und dann nichts wie raus an den wannensee.........oh was hab ich das als kind genossen mit meiner ur omi an diesen see zu gehen,du hast mir mit deinen bildern richtig den tag gerettet ich danke dir dafür von ganzem herzen,jetzt habe ich kurz vorm zu bett gehen wieder richtig gute laune und träume süß von kindheitserinnerungen
    lg biene

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  3. wow...das ist ja toll!!! Du segelst?! Trau ich mich irgendwie net...finde die "Schräglage" so unheimlich ;-)!
    Aber lustig deine Geschichte...hihi..kann es mir bildlich vorstellen, wie ihr beäugt wurdet beim Auslaufen ;-) und bin schon gespannt auf deine "Wind-Geschichte" :-)
    Liebste Wochenendgrüße
    Susanne

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  4. ....das klingt ja herrlich befreiend und entspannend... habe ich so leider noch nie erlebt... Du hast das so schön geschrieben, dass man diese Glücksgefühle toll nachempfinden kann, danke! :) Wünsch Dir einen herrlichen Sonntag, alles Liebe Kessi

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  5. Meine liebe Susanne,
    weißt du, ich beneide dich! Auf dem Wasser habe ich so gar keine Erfahrung und stelle mir das Gefühl von Freiheit und Ábenteuer gerade grandios vor. Segeln ins Abendrot, ach, wie schön, vielleicht ignoriere ich gerade die Arbeit dabei (ignorieren heißt ja nicht wissen und nicht kennen)und ich verkläre meine Unkenntnis der Arbeit (die ich gerade auch nicht wissen will in meinem Schwärmen)
    mit romantischem Seglergefühl.
    Schön, ich beneide dich!!♥!♥
    Liebe Grüße, cornelia

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