Dienstag, 6. Dezember 2016

5. Dezember


















Geheim halten kann man nichts vor den beiden Gästen. Eigentlich wollte ich dem Nikolaus die Arbeit abnehmen, doch die beiden haben es irgendwie geschafft, sich in das Geschehen einzumischen. Ich mag das ja nicht so gerne, weil man nie wissen kann, was dabei heraus kommt, wenn jemand meine Arbeit macht. Deshalb bin ich ziemlich sicher, dass die kleinen Engel so was wie meinen persönlichen Übungsweg mitgebracht haben. Schweigsam und ohne Zögern machen sie sich an die Arbeit, sie fragen nicht und lächeln bei der Tätigkeit, die sie mir aus der Hand genommen habe - jetzt kann ich auch lächeln.
Nikolaus kann bald anklopfen....

Montag, 5. Dezember 2016

4. Dezember


















Kaum ist der Aufruf raus, schon entdecke ich den zweiten Adventsgast im Garten. Schweigsam ist er. Als ich ihn frage, ob er zum Engelchen gekommen ist, zuckt er nur mit den Schultern. Kann er meine Sprache nicht oder ist er einfach ein ganz Stiller? Sprechen Engel eigentlich überhaupt eine Sprache nicht? Ich dacht ja immer, wenigstens dort, wo sie herkommen gäbe es kein Sprachwirrwar, kein Vokabel-Lernen und Grammatik-Pauken. Sie verstünden sich untereinander und uns sowieso. Verstehen können ist so wichtig.
Da geht mir so durch den Kopf, dass "verstehen wollen" vielleicht noch wichtiger ist - egal woher jemand kommt und wohin er will. Wenn er mir gegenübersteht sollte ich auf jeden Fall versuchen zu verstehen.
Na, dann komm erst mal rein, kleiner Kerl!
Habt einen verständnisvollen 2. Advent!

Samstag, 3. Dezember 2016

3. Dezember


















Der kleine Dachs hat ja sofort Freundschaft mit dem Engelchen geschlossen und beschaut sich neugierig den geöffneten Koffer. Und was sieht er? Nur Päckchen! Also wirklich jetzt. "Nun wissen wir hier immer noch nicht, was du da mit dir trägst, kleiner Engel."
Wenn du meine Freunde einladen würdest, dann kannst du sehen, was in den Päckchen ist, sagt der kleine Engel zu mir. Er wird die Päckchen nicht öffnen, das dürfen nur seine Freunde.
Und nun überlege ich, was das bedeutet, Fremde einfach so zu mir einzuladen.
Jemanden nicht zu kennen und ihm Zugang zu den eigenen vier Wänden zu erlauben, das ist immer ein Schritt. Man weiß nicht, ob man miteinander überhaupt warm wird, ob man sich aneinander gewöhnen kann und man ins Gespräch kommt. Kann man unvoreingenommen sein und sich öffnen, Raum genug schaffen? Wie weit kann man Fremden Einblick gewähren in das eigene Leben?
Ich zögere noch und überlege, dass ich doch kein Engelshotel habe. Schon will ich den Mund aufmachen, da lächelt mich der kleine Kerl an und sagt: "Aber seit vielen Jahren hast du es immer wieder mit fremden Menschen zu tun, die dir in kürzester Zeit ans Herz wachsen, die du begleitest, denen du etwas beibringst, was ist bei uns so anders?"
Recht hat er! Also, Tür auf und eine deutliche Einladung aussprechen.
Engel sind hier willkommen! Und wir werden sehen, was geschieht...
Adventliche Grüße 

Freitag, 2. Dezember 2016

2. Dezember













Erst mal ausschlafen, wollt der kleine Engel. Als ich sein Bettchen vorbereitet hab, da hat er sich in der Werkstatt umgeschaut und den kleinen Hasen entdeckt. Der musste mit ins Bettchen. Ok!
"Und was ist in dem Köfferchen, das du mit dir herumschleppst?" hab ich gefragt. "Viel zu müde, um das zu erklären. Wart es einfach ab." Sagt es, gähnt herzhaft und schon war er eingeschlafen.

Abwarten, das ist so ein Ding. Ich kann ganz schlecht warten, möcht so gerne, dass alles sich sofort offenbart. Kennt ihr das? Jemand sagt zu Euch so was wie "Wir müssen reden, ich denke wir sehen uns morgen..." und schon geht mein Kopfkino los. Um was geht es nur, was kann er oder sie wollen, bin ich dem Gespräch gewachsen. Was, wenn es etwas ist, was ich gar nicht hören will?  Oder man wartet auf einen wichtigen Brief, eine Zusage, eine wesentliche Information. Ich sag es ja, Abwarten ist so ein Ding. Und in Zeiten des Internets ist das Abwarten noch schwieriger geworden, finde ich. Immer glaubt man, sofort eine Antwort finden zu können. Sogar die Zukunft können sie heute vorhersagen - bis in hundet Jahren wissen sie es schon ganz genau...Das macht es mir nicht gerade leichter, das Abwarten.
Nun üb ich heute mal das Abwarten, das ohne Antwort bleiben, weil das Abwarten, das Warten überhaupt zum Advent gehört. Wie gut, dass der kleine Kerl auf seiner Reise hier vorbei gekommen ist.
Adventliche Grüße

Donnerstag, 1. Dezember 2016

1. Dezember

Ich hab lange überlegt, ob ich es in diesem Jahr wohl schaffe, einen Adventskalender für euch zu gestalten. Nun hat mir jemand die Entscheidung abgenommen.

















Heute Morgen wollte ich nur nach dem Vogelfutter schauen und wer sitzt da zu meiner Überraschung? Ein kleiner Engel. Wir sind noch nicht so richtig ins Gespräch gekommen, ich hab ihn erst mal ins Haus eingeladen, weil es so nass und so kalt ist da draußen.
Früher hätte ich mit Inbrunst behauptet, das ich Überraschungen liebe. Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher. Manchmal sind diese Überraschungen gar nicht so positiv, wie das Wort einem weismachen will. So manch ein Ereignis, dass wie ein kleiner Sturm über einen hereinbricht, bringt den Tag durcheinander, ist traurig oder gar belastend. Wie wunderbar war doch die Zeit, in der Überraschungen, hübsch verpackt auf uns gewartet haben und ganz behutsam enthüllt werden konnten. Vielleicht werde ich einfach alt, und wünsch mir manchmal einen Tag so ganz ohne Überraschungen.
Ich wünsch uns allen, dass die kommende Zeit schöne Überraschungen bereit hält, die wir behutsam und mit positiver Spannung empfangen dürfen!
Adventliche Grüße

Dienstag, 29. November 2016

So kommt man zu nix...

Darf ich euch meinen neuen Briefbeschwerer vorstellen:
 





















Unser Kater findet, dass es draußen zu kalt ist und sucht sich deshalb einen gemütlichen Platz. Auf dem Stapel, den ich weg arbeiten wollte, findet er es gemütlicher als auf seinem Sessel - keine Ahnung, warum das so ist. Mal sehen, wann ich zum weiterarbeiten komme.
Ach ja, und der Adventskalender sollte ja auch heute schon mal in Angriff genommen werden :-)
Bitte, lieber Barnaby .....

Dienstag, 15. November 2016

Montags-Mond

Wir sind gestern wie wilde Paparazzi hinter dem prominenten Mond herlaufen - trotz Stativ und mehrmaliger Wechselei von Bildschärfe, Belichtung, Objektiv und so kam nur das Bild einigermaßen dem Eindruck nahe, den wir so einfach mit Augen hatten.
Was der Göttergatte nicht alles mitmacht....
















Immerhin ist es gut, dass der Mond gestern seine Pracht entfaltet hat, denn heute ist hier Suppenküchenwetter!
Genießt die Woche - mit und ohne Regen